Ursula Küppers (genannt Knöt)

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1941 geboren
1959 Studium bei Prof. Otto Laible, Kunstakademie Karlruhe
seit 1977 eigene Kunstateliers in Neuss
lebt und arbeitet in Neuss

Ausstellungen (Auswahl)
ab 2010
Galerie amschatzhaus, Neuss-Holzheim
Alte Synagoge, Hülchrath
Edith Stein Haus, Neuss
ISADORN, Düsseldorf
Galerie Dielämmer, Grevenbroich

2000 – 2010
Denkhaus, Grevenbroich
Christ König Kirche, Neuss

1960 – 2000

Alle Jahresausstellungen in Neuss seit 1962
14 x Museum Zons, Adventsmarkt
Museum, Zons
Nochnegalerie, Aachen
Stadthalle, Pforzheim
Große Düsseldorfer Kunstausstellung
Galerie Ilverich, Meerbusch
Stadtbibliothek, Neuss
Landestheater, Neuss
Galerie Calico, Essen
Nähschule Mintenig, Köln
2x Galerie Küppers, Neuss
Küdinghoven Pfarrei, Bonn
Zeughaus, Neuss
Cafe Plüsch, Monschau
Ankäufe der Stadt Neuss

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Werke


Ausstellung 2020: leben

Corona zum Trotz macht auch die Galerie amschatzhaus, mit Abstand natürlich, weiter im Programm. Die Neusser Ausnahmekünstlerin Ursula Küppers, genannt Knöt, die bereits ein bald achzigjähriges Leben lang rastlos künstlerisch tätig ist, wird in der kommende Ausstellung einen Auszug ihres umfangreichen Werkes präsentieren. In der Grafikklasse von Professor Otto Laible an der Kunstakademie Karlsruhe legte sie das Fundament für eine furiose Bandbreite ihres künstlerischen Schaffens. Ursula Küppers ist in den klassischen Techniken wie Linolschnitt, Strichätzung, Kaltnadelradierung und sehr feinen Bleistiftzeichnungen ebenso zu Hause wie in Mixed Media, Re- und Upcycling oder der Erschaffung von Objektkunst in der Tradition der Fluxusbewegung.
„Schon im frühen Kindesalter habe ich intensiv und unermüdlich vor allem figürlich gezeichnet. Erlebtes, wie nach einem Zirkusbesuch, Gesehenes, wie Darstellungen biblischer Geschichten auf Altären, und auch Gehörtes, wie Märchen. Was immer mich berührte, musste ich zeichnerisch formulieren. Und bis heute faszinieren mich Materialien aller Art, was ich aus Ihnen schaffen könnte und wie ich sie miteinander kombiniere.“ Und genau diese Vielfalt, gepaart immer auch mit den politischen, religiösen und sozialen Komponenten des aktuellen Zeitgeschehens, machen das Werk von Ursula Küppers zu einem komplexen Konglomerat, einem Archiv der Zeit und einem Archiv des Lebens.
„Das Leben ist ein Kunstwerk, und das Kunstwerk ist Leben,“ diesen Satz prägte der Fluxuskünstler Emmet Williams und inhaltlich trifft die Feststellung sehr gut auf das Lebenswerk von Ursula Küppers zu, hat sie doch geradezu einen fließenden Übergang zwischen Kunst und Leben exerziert. Die Fülle von religiösen Altären, engelsgleichen Wesen mit Augenzwinkern oder üppigen Weibsbildern, die es weder scheuen zu kokettieren, noch mit dem Tod zu tanzen, imponieren ebenso wie ihre expressiven Unikatbücher, die ein wahres Feuerwerk an Collagen, Text- und Notenfragmenten oder bildlichen Darstellungen bieten. Grundlage sind oft Märchen, Musikstücke, Gedichte und Mythologien.
In der aktuellen Ausstellung in der Galerie amschatzhaus zeigt „Knöt“ unter dem Titel „leben“ einen Auszug aus ihrem Lebenswerk und aktuelle Arbeiten, die zuletzt auch unter dem Einfluss der Corona-Pandemie entstanden sind. Ein besonderes Highlight sind Arbeiten aus ihrer neueren Werkgruppe, der Serie „Textile Grafiken“. Genähte Fahnen aus Fundstücken und im weitesten Sinne Plastikmüllresten, werden zu „Totentanzfahnen“, positionieren sich zu Texten von Heinrich Heine, werden zu den vier Elementen oder zu Sinnbildern für die Jahreszeiten. Urgewaltig und leise zugleich, ist der Balanceakt, den Ursula Küppers, genannt Knöt, ein erfülltes Künstlerleben lang gegangen ist. Es lohnt sich in jedem Fall, einmal mitzugehen.
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