Biographie

Amede
Foto: Amédé Ackermann

Kurzbiografie
1991 In Neuss geboren
2012 Ausbildung zum Technischen Zeichner in Düsseldorf
2014 Akademie Studium Fotodesign in Köln
2018 Mitglied im Kunst.Neuss e.V. (ehemalig: Neusser Künstlerkreis)

Ausstellungen (ab 2017)
2026 Galerie amschatzhaus
Wertheim Arts Galerie Kaarst, In unseren Augen
2025 Kunstpalast, Düsseldorf, Die Große
Kulturforum Alte Post, Neuss, Junge Kunst aus Neuss
Städtische Galerie Kaarst, Herbstausstellung
2024 Galerie Biesenbach, Köln / Art Matters 12 (online)
Park der Sinne, Kaarst / ArtVent
2024 Ellis Sotheby’s, Nyack New York / Charity-Event (USA)
Galerie Tunnel19, Berlin-Kreuzberg / Neue Horizonte (Solo Show)
RomaNEum, Neuss / „Was du siehst, ist was ich sehe“
Culture Without Borders e.V., Kaarst / ArtVent 2024
Art Artist, Düsseldorf / Art Fair 2024
2023 Edward Hopper House Museum & Study Center, New York (USA)
Atelier Amédé Ackermann, Kaarst / Arbeitsplatz Kunst (Solo Show)
Black Box Gallery, Portland (USA) / Taking Pictures
Am Carschhaus, Düsseldorf / Open Space Gallery
Kö106, Düsseldorf / Fotoausstellung Tatorte
2022 Agentur Blue Moon, Neuss / 3 Jahre 3030 (Solo Show)
AlpiNEum, Neuss / Kunst.Neuss e.V. – Hohe Kunst
DRU Industriepark, Ulft (NL) / Huntenkunst Art Fair
Rathaus, Korschenbroich / Kunstfrühling Museum
Kulturbahnhof, Korschenbroich / Nichts Alltägliches
2021 Kulturforum Alte Post, Neuss / 73.+74. Jahresausstellung Kunst aus Neuss
Kunst in der Apsis, Osterath / Zukunft (Solo Show)
Bebob, Kaarst / Arbeitsplatz Kunst
Museum Kulturbahnhof, Korschenbroich / Sommer in Schwarzweiß
Rathaus, Neuss / Kunstförderpreisträger*innen Neuss
Pop-up Galerie, Neuss / Kunst.Neuss e.V. – Bei Anruf Kunst
Rathaus, Korschenbroich / Kunst im Rathaus (Solo Show)
2020 Galerie Amschatzhaus, Neuss / 3030 – Back on Earth (Solo Show)
Ballhaus, Düsseldorf/Zeit ist Leben. Lebenszeit.
Kunstfenster Rheydt, Mönchengladbach (Solo Show)
DRU Industriepark Ulft (NL)/Huntenkunst Fair
Rathaus Stadt Korschenbroich/Kunstfrühling
2019 Hansastraße, Neuss/Potentiale, Jahresausstellung Kunst.Neuss
Galerie-Werkstatt Bayer Dormagen/Realität & Fiktion (E)
Photo/Media art fair, Zollverein Essen/Förderfläche für junge Talente
Landgericht Düsseldorf/Fotografien vom Düsseldorfer Fotoclub
Kunstmüllerei Düsseldorf/Guerilla Flash Art 3.0
Kloster Langwaden, Grevenbroich/Kunst + Rad
Drusushof 1, Neuss/15. Neusser Kulturnacht/Young & Awesome Art Show
Galerie plan.d, Düsseldorf/Und die Wände schauen zurück
Kunstmeile, Unterbach Düsseldorf/Gastkünstler
Kloster Langwaden, Grevenbroich/Sonnenuhr_Zeit ist Leben. Lebenszeit.
Städtischen Galerie Kaarst/Herbstausstellung Kaarster Künstler
2018 Broekmann Fine Art, Düsseldorf/Nacht der Museen
3M Deutschland, Neuss/Ausstellung im Kunstflur
Kunst/Mitte Kunstmesse, Magdeburg/Young Talent Space
Kulturforum Alte Post, Neuss/71.Jahresausstellung Kunst aus Neuss
2017 Broekmann Fine Art, Düsseldorf/Showroom Thelen & Drifte
4.Photo-Popup-Fair, Stilwerk Düsseldorf/Young Talent Wall

Ausstellungen Galerie amschatzhaus

Werke


Ausstellung Frühjahr 2026: einschlagend
Ausstellungsdauer: 14.03. – 22.05.2026

Die Welt um uns herum ist in Veränderungsprozessen und wir sind mittendrin. Täglich sehen wir Bilder von Krieg, Zerstörung und Schutzmaßnahmen. Sie erreichen uns über Bildschirme – geografisch fern, emotional oft ebenso. Mit diesem „Konsum von Bilderwelten“ setzt sich der bildende Künstler Amédé Ackermann intensiv auseinander. Sein originärer Schwerpunkt liegt in der digitalen Fotografie und einer hochsensiblen, durch ihn etablierten Bildmontage. In seinen Arbeiten verbindet er reale Fotografien mit digitalen Eingriffen, um Wahrnehmung, Identität und gesellschaftliche Narrative zu untersuchen.

Und genau hier setzt er in der aktuellen Schau, die am 14. März in der Galerie amschatzhaus in Neuss-Holzheim eröffnet wird, an. Unter dem Titel einschlagend verschiebt er die Distanz, die wir üblicherweise zu den aktuellen, uns täglich begleitetenden Bildern aus Kriegsregionen haben. Fotografien aus Düsseldorf, Neuss und der Region werden mit subtilen Zeichen globaler Krisen überlagert: Rauch am Horizont, beschädigte Fassaden, Sandsäcke um Skulpturen, militärische Präsenz im Hintergrund. Die Eingriffe sind bewusst zurückhaltend – gerade so viel, dass das Vertraute ins Wanken gerät.

Ich möchte mit meinen neuen Arbeiten untersuchen, wie stark visuelle Muster aus Nachrichten- und Krisendokumentationen meine Werke beeinflussen. Eine Heransgehensweise, die für mich ein ganz neuer Schritt ist. Wo ist die Schnittstelle zwischen Dokumentation und Fiktion und wie wird die Macht von Bildern im öffentlichen Diskurs reflektiert? Diese beiden Fragestellungen waren die Grundlage für das Entstehen meiner aktuellen Arbeiten.“ Und dieses Experiment ist Amédé Ackermann gelungen. So, „als wäre es hier“, sehen wir zum Beispiel das Fadenkreuz einer Überwachungsdrohne, oder ist es eine Kampfdrohne in einem Kriegsgebiet? Bei näherem Hinsehen, lässt sich erkennen, dass das Ziel uns bekannt vorkommt, die Kompassanzeige und der Entfernungsmesser haben das Quirinusmünster zum Ziel. Auf einmal kommt es nahe, das Geschehen aus der Tagesschau.

Ich möchte in dieser Ausstellung untersuchen, wie stark visuelle Muster aus internationalen Krisenbereichen unser Verständnis von Konflikt prägen. Was geschieht, wenn sich diese Bildcodes in unsere eigene Umgebung einschreiben? Wie verändert sich unser Blick und was sagt das über unsere Haltung zu Sicherheit, Gewalt und Verantwortung aus?“, beschreibt Ackermann seinen Ansatz für die neu entstanden Bildwelten, die einen Spannungsraum zwischen Realität und digitaler Intervention entsteht lassen, der weniger dokumentiert als hinterfragt – und das „Dort“ in ein mögliches „Hier“ überführt.

Amédé Ackermann wird mit der Ausstellung einschlagend zu einem ungewöhnlichen Chronisten der Zeit, der den Betrachtenden seiner fotografischen Collagen die harte Realität verabreicht, sie aber bewusst auch in Sicherheit wiegt, denn „als wäre es hier“ ist noch lange nicht hier und das ist gut so.

Ausstellung Frühjahr 2020: 3030 – Back On Earth
Vernissage am 8. Februar 2020 um 16.30h

„Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 3030. Dies sind die Abenteuer des Raumschiffs „Back on Earth“, das mit seiner Besatzung viele Jahre lang unterwegs war, um die alte Welt zu erforschen, ob es noch Leben und Zivilisationen gibt, nachdem die Erde vor vielen Jahren und eigentlich für immer verlassen wurde.“ So oder ähnlich könnte der Vorspanntext eines Science-Fiction-Filmes nach Amédé Ackermann beginnen. Allerdings dreht der Künstler mit seinen so real wie utopisch wirkenden Bilder den Spieß um. Denn anders als beim bekannten Raumschiff Enterprise, nach deren Filmtheorie die Menschen im neu entdeckten Weltraum Allianzen mit außerirdischen Lebensformen geschlossen haben, wagt Amédé Ackermann in der kommenden Ausstellung der Galerie amschatzhaus einen Blick in die Zukunft, bei dem die Menschen nach 1010 Jahren zur Erde zurückkehren um ihre veränderten Gegebenheiten zu erforschen.

„Ich möchte mit meinen Fotos einen Denkanstoß geben und dabei den Betrachter ermutigen sich mit diesem Thema auseinander zu setzen. Science-Fiction fernab der dunklen Hollywood-Fantasien aus dem Kino und ohne Gebrauch einer „moralischen Keule“. Sich von den geschaffenen Bildwelten inspirieren zu lassen, um sich eine eigene Zukunftsvisionen zu schaffen, das ist mein Ansatz bei dieser Schau“, erklärt Amédé Ackermann, für den die Fotografie lange Zeit nur ein Hobby war. Der gebürtige Neusser hat eine Ausbildung zum technischen Zeichner gemacht und erst im Laufe der Zeit die vielfältigen Möglichkeiten erkannt, sich mit der Fotografie auszudrücken, Erlebtes zu verarbeiten und Wahrnehmungsräume zu verändern. Denn genau hierin liegt die Stärke Ackermanns.
Schon im alten Pompeji versuchte man, mittels perspektivischer Darstellungen, Dreidimensionalität vorzutäuschen, Raumdimensionen zu verändern und damit einen Ausblick auf Phantasielandschaften zu erzeugen. Als Trompe-l’œil, aus dem französischen übersetzt bedeutet es „täusche das Auge“, malte man Scheinarchitekturen wie Ausblicke aus vermeintliche Fenstern und Kuppeln. Räume wurden damit zum Ruhm des Auftraggebers vergrößert und gönnten demselben einen genussvollen, humanistisch geprägten aber fiktionalen Landschaftsausblick.

Amédé Ackermanns oft großformatigen Bilder in Schwarz-Weiß, sieht man den Täuschungsversuch zunächst nicht an. „Mir ist es wichtig, dass meine Fotos, obwohl sie montiert sind, natürlich wirken.“ Schlicht oder erhaben befinden sich Architekturen an Orten, denen man zutraut real zu sein. Außergewöhnliche Hausformen oder Sakralbauten stehen exponiert in Mondlandschaften, die sich dennoch auf der Erde befinden, ein kleines Gebäude aus Korschenbroich-Liedberg macht einen Ausflug in die Bergwelt von Garmisch oder in einer Brückenspiegelung an der Mosel macht sich ein Astronaut auf zu den Sternen. „Denn die Sehnsucht nach Entdeckung macht uns neugierig auf das Unbekannte“, erläutert Ackermann.
In dieser ersten Ausstellung der Galerie amschatzhaus im neuen Jahr zeigt Amédé Ackermann neue Fotos und Fotomontagen, die die Vision erzeugen, wie unsere Welt im Jahr 3030 aussehen könnte, wenn wir zurückkommen, wir Menschen, die wir die Welt in unserem Jahrhundert vielleicht in existenzielle Bedrängnis gebracht haben. Können wir den Blick auf diese Zukunft wagen? Ein Gang zur Vernissage von Amédé Ackermann lässt die Betrachter in einen echten Raumanzug schlüpfen und Überraschungen erleben.

Vernissage am 08. Februar 2020 um 16.30h, der Künstler wird anwesend sein.