ANJA IBSCH

[templatic_columns layout=“one_third“ title=“Biographie“]
anja_boden Klein

1968 * Rheine
geboren 1968  in Rheine, lebt seit 1999 in Berlin
seit 1993 Performances und Ausstellungen, sowohl national, wie auch international
von 1993 bis 1999 Mitglied der Ultimate Academie in Köln, Organisation div. Austellungen,  internationale Austauschprojekte und Performanceveranstaltungen
seit 1995 Mitglied der Rheinischen Fundamentalisten in Köln, div. Veranstaltungen, Gruppenaktionen
von 2000 bis 2004 Mitglied der Gruppe Pakt in Berlin, Organisation verschiedener Performanceveranstaltungen
2005 Organisation der 13. Performance-art-Konferenz zum Thema Kooperation in Berlin
seit 2005 Mitglied des Performerstammtisches in Berlin
seit 2013 Mitglied von APAB (Association for Performance Art in Berlin)

Performances seit 1994 (Auswahl)
2015
  broke, Blauverschiebung, Bern (Schweiz)
2015  anger, Blauverschiebung, Leipzig
2014  Tüten, Kubus, Hannover
2013  Schrei, Month of performance art Berlin
2012  Riss, Museum of Modern Art, Valdivia, (Chile)
2011  Santa Anija, InterActions, Sardinien (Italien)
2010  Santa Anija, galerie kub, Leipzig
2008  Crisis, Festival Periferias, Huesca (Spanien)
2007  security, Asiatopia International, Chiang Mai (Thailand)‘
2007 santa anija, Ilsede (Germany)
2006 the last supper, fado, Toronto (Canada)
2005 Kreuz, Acción!05MAD, Madrid, Spanien
2005 tear passages, private impact, National Museum Stettin, Polen
2005 tombeau, DERANGER L’ESPACE 5, Québec, Canada
2004 Im Leben, Mobile Museen, Berlin
2003 Opfer, Performance Stipp, Bielefeld
2003 Hautfarben, Performancetage Willisau, Schweiz
2003 Thuja, Performance Konferenz, Essen
2001 Hautfarben, Escher Wyss Passage, Zürich
2001 Deutsches Graffiti, Via Festival, Paris
2000 Ideal, Zagreus Projekt, Berlin
1999 Einvernahme, MMAC,Tokyo
1998 Einvernahme, Identa im Gasteig, München
1998 Einvernahme, Thahar Haddat, Tunis
1997 Der Ablauf, Rheinisches Landesmuseum, Bonn 1997 Einvernahme, Performance Konferenz 5, Bangkok

Ausstellungen und Projekte seit 1993 (Auswahl)
2010 
meine staubbeutel, Galerie amschatzhaus, Neuss
2005
Ruhestätte, Schloss Bröllin, Deutschland
2004 Das Bankett, Museum Ludwig, Köln
2002 Im Felde/Im Tal, Fraktale III, Berlin
2002 und: , Galerie Pussy Galore, Berlin
2001 manes placare, Fraktale II, Berlin
2000 Hautfarben, Westdeutsche Kunst nach
1989 Haus Schwarzenberg, Berlin
2000 busy doing nothing, Internationale Frauenunversität, Hannover
2000 Waffenkammer, z2000, Berlin
1999 concrete thuringans, Galerie ACC, Weimar
1998 Artemis, Skulpturengarten, Köln
1997 hygiene, Chiang Mai Social Installation, Thailand

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Werke


Ausstellung 2010: meine staubbeutel

Anja Ibsch (Berlin), 1968 geboren und seit 1993 als Installations- und Performancekünstlerin tätig, schafft Werke, die sich intensiv mit der Erforschung von persönlichen, kulturellen und sozialen Aspekten der menschlichen Präsenz beschäftigen. Im Zuge dessen befasst sich die Künstlerin in ihrer Recherche mit dem Ausloten von Toleranzgrenzen des eigenen Körpers, dem innersten Stoff der Performancekunst. Häufig vermittelt über Mythen und Ikonisches, über Metaphernkomplexe wie Opfer und Offenbarung, sucht sie in ihren Arbeiten Verbindungslinien zwischen ihrem Körper und der Erde, besser gesagt: der Erdhaftigkeit als Prinzip. In ihren zahlreichen Performances, die sie überall in Europa, in Asien und Kanada realisierte, arbeitete sie mit der Einverleibung von Staub des jeweils spezifischen Ortes, bot ihre Haut als Oberfläche und Nistplatz für Würmer an oder schmolz Eis auf ihren Augen, vollführte also sehr harte Eingriffe in das eigene Selbst.
Ihre Installationen zelebrieren non-verbale Versuchsanordnungen, welche Dinghaftes in ihrer elementaren Gegenständlichkeit präsentieren und codieren, Bedeutungen durchlaufen die verschiedenen Ebenen des Dingkörpers und sind geeignet, nicht-sprachliche Denkinhalte sichtbar zu machen.
Es ist eine Art und Weise mit den „Zellen zu denken“, das „Erinnern der Zellen“ zu aktivieren, so beschreibt die Künstlerin ihr Vorgehen selbst, eine sehr biologistisch motivierte Sinngebung also. Bildhaft werde hier „ein Stellvertreter“, „ein Doppelgänger“ als Repräsentation gebaut, das Ergebnis, die Kunst, ist ein kristallisiertes Gespräch der beiden: des eigenen Körpers und des Kunstkörpers.
Das Auflösen der Bedeutungsebene erhöht die Präzision, die Konsequenz des Vorgehens, indem der Körper selbst als unvermitteltes Maß in der Welt und ihrer Dinge fungiert; sie und alles, was sie beinhaltet, wird vermessen und gewogen durch den Körper, die Produkte erscheinen als bedingte Artefakte: vanitas, memento mori: „meine Staubbeutel“, „meine Samen“, „meine Früchte“, „mein Erbe“, das, was weiterzugeben ist…
Im Vorfeld der Ausstellung war Anja Ibsch eine Woche lang im Schaufenster der Galerie amschatzhaus tätig, offen für Passanten und Interessierte an der so metaphorisch beschriebenen Installation arbeitend. Die Ausstellung entstand so Stück für Stück als interdisziplinäres work in progress, das Collagen, Fundstücke, Reproduktionen von Kunstwerken, Alltägliches und Vergängliches kombiniert und einen hintergründigen Zeichenkordon entstehen ließ.

Zur Eröffnung präsentierte Anja Ibsch eine Performance, die auf die Ausstellung Bezug nahm und zugleich Teil dieser Ausstellung war, die als Hintergrund und Vordergrund der Performance zugleich operierte.
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