INGEBORG BROSKA

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Ingeborg Broska

1942 geboren in Mönchengladbach
bis 1976 Bautechnikerin Schülerin von Frieda Fehrholz, Cestmir Janosek, Marion Berg, Ralf Althaus, Anne Ruth Kieschnick
Fachhochschule Köln: Daniel Spoerrie und V. Sovak (Multimedia, Freie Grafik) Lebt in Jüchen Hochneukirch.

Lebt in Engelskirchen

Initiativen und Gründungen

seit 2007 – Gründung des Scherbenmuseums als Teil des Hausmuseums (Hochneukirch)
seit 2000 – Mitarbeit in der Gedokgruppe A46 (Neuss)
seit 1992 – Gründung Hausmuseum Otzenrath einschl. Sprachsammlung der Region und Einführung des Otzenrath-Stipendiums mit Hans Jörg Tauchert (Otzenrath)
seit 1987 – Mitarbeit in der Ultimate Akademie (Köln)
seit 1982 – Mitarbeit im Frauenmuseum (Bonn) seit 1980 – Mitglied im BBK (Köln)

Gruppenausstellungen

2009 – Sammlung Gerd und Béatrice Vorhoff – Galerie von der Milwe, Aachen
2007 – Der verborgene Sinn weggeworfener Materialien – Marta Herford, Herford Beauty Farm – Neue Kunst im Hagenbucher, Heilbronn
1999 – 15 Jahre Simultanhalle Köln – Simultanhalle, Cologne sowie zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen während der Neunziger Jahre u.a. in der Ultimate Akademie (Köln), der Galerie 68 elf (Köln), der KAOS Galerie(Köln), der Galerie arting (Köln), dem Frauenmuseum (Bonn), der Alten Weberei (Rödingen)

Arbeitsschwerpunkte (Auswahl)

Zahlreiche Ausstellunge, Initiativen, internationale Kooperationen, u.a. mit Projekten aus England, Finnland, Holland, Indien, Italien, Österreich, Polen, Spanien, Thailand, Tschechien, Ungarn und den USA. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind das Hausmuseum Otzenrath, Eat Art, Buffetforschung, Tier im Kochbuch, Sepulkrale Eat Art, Fernsehstilllegungen, Solidarisches Fernsehen, Kunstkrankheiten, Gegen Tagebau Garzweiler, Freie Grafik, Skulpturen, Installationen, Performances, Vorträge…

Stipendien (Auswahl)

Sie erhielt für ihre Arbeit den Nina Gründler Preis (Graz), einen Performance-Preis der Stadt Bergheim, den Recyclingpreis NRW. Außerdem wurde sie gefördert durch Stipendien der Stadt Bonn, der Werkstadt (Graz, c/o Eva & Co) sowie das Stipendium des Landes Brandenburg, Atelierhof Werenzhain.

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[templatic_columns layout=“two_third_last“ title=“Ausstellungen Galerie amschatzhaus“]

Werke


 Ausstellung 2010: „Besenrein.“ Mit den Füßen zuerst.

Am 27. März 2010 freut sich der Projektraum amschatzhaus über die erste Ausstellung von Ingeborg Broska (geboren 1942 in Mönchengladbach) in den Galerieräumen in Neuss-Holzheim. Die Vernissage beginnt um 16.30 Uhr.

In der Ausstellung werden beeindruckende „Fundstücke“, Bild-, Ton- und Filmmaterial aus dem Hausmuseum Otzenrath und damit verbundene Skulpturen der Künstlerin präsentiert. Anne Blass begleitet die Ausstellung mit der Installation eines „Herzhäuschens“ welches in allen Teilen aus Fragmenten der durch den Tagebau zerstörten Region um Alt-Otzenrath besteht. Am Tag der Vernissage findet eine Performance der beiden Künstlerinnen statt; diese mit dem Titel: „Liebesgedichte aus dem Herzhaus“ (und küss’ mich nicht im geh’n…), Gesang, Sprechgesang und Aktion von Anne Blass und Inge Broska, mit Texten von Berthold Brecht und in der Installation von Anne Blass.

Ingeborg Broskas künstlerische Arbeit hat einen besonderen Schwerpunkt in den Bereichen Nahrung, Grabkultur, deren Kombination und meist damit in Verbindung stehenden Themen. „eat art“, Sepulkrales und Kunstkrankheiten bezeichnet sie selbst als ihr „Lebensthema“. „Kunstaktionen“ sind ein weiterer künslerischer Schwerpunkt von Inge Broska. Die oft von außen rein spontan und fast chaotisch wirkenden Performances, folgen einer stringenten Linie und haben ihre tiefen Wurzeln im alltäglichen Lebensbereiche – und dies mit einem ironischen Blick auf die Menschen in ihrem sozialen Gefüge und ihren damit oft eingeschränkten Möglichkeiten. Die Performance als ephemere Kunstform hat in ihrer Arbeit – vor allem auch in Verbindung mit den von ihr erschaffenen Skulpturen und Installationen einen großen Stellenwert. Gerade die Möglichkeit durch die Performances zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen, machen das künstlerische Werk von Inge Broska so spannend. Seit mehr als zehn Jahren ist Broskas Arbeit durch den Tagebau Garzweiler II entscheidend geprägt. Ihr Heimatdorf (Alt-!) Otzenrath wurde dem Tagebau geopfert; das Dorf ist vom Erdboden verschwunden und sie gründete mit Hans Jörg Tauchert das Hausmuseum Otzenrath mit integriertem Scherbenmuseum und einer Sprachsammlung der „Otzenrath-Sprache“. Ein Museum der besonderen Art in dem Inge Broska viel der Schätze aufgenommen hat, die über das alltägliche Leben der umgesiedelten Familien Geschichten erzählen, die ansonsten unwiederbringlich verloren gegangen wären.

Die Zerstörung des Dorfes Otzenrath wurde durch mehrere Filme von Inge Broska und Sebastian Willke dokumentiert. Von Beginn an bis hin zum Verschwinden dieses Dorfes wurde der systemeatische Abriss fotografiert und gefilmt. Über 40 Gespräche mit Betroffenen, Initiativen gegen den Tagebau, Archäologen, Experten, etc. wurden zum Thema aufgezeichnet.
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