ISKENDER YEDILER

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Iskender Yediler

Geboren in Eskisehir/Türkei
1972–74 besuchte er die Fachoberschule für Gestaltung
1974–79 die Fachhochschule für Gestaltung in München (Diplom-Graphikdesigner)
1981–83 studierte er Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste München
1984–87 an der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf bei Prof. Ulrich Rückriem.

Er lebt heute in Berlin.

Einzelausstellungen (Auswahl)
2008
Kunstraum Kwadrat, Berlin / Galerie Andreas Höhne, München / ›FRAGILITY‹, AXA Art Lounge, ART BASEL
2006 Ballhaus Ost, Berlin, zusammen mit Anna Fasshauer
2004 Tyrler Studio, Innsbruck
2002 Forum Kunst Rottweil
2001 Kunstverein Heilbronn
2000 Sprengel Museum, Hannover, Intervention Nr. 20Skulpturen im öffentlichen Raum
2005 St. Benno, vor der St. Benno-Kirche, München
2005 St. Gereon, vor der St.Gereon-Kirche, Köln
2004 Türenprojekt mit tatarischen Kunststudenten in Simferopol, Krim
2002 Hl. Cassius und Hl. Florentinus, vor dem Münster zu Bonn

Zahlreiche Ausstellungsbeteiligungen im In- und Ausland

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[templatic_columns layout=“two_third_last“ title=“Ausstellungen Galerie amschatzhaus“]

Werke


 Ausstellung 2010: „Auf Geht’s. Aufblasbare Skulpturen.“

Ist es nur eine Anekdote oder ein Sinnbild mehr für das glückhafte Zusammentreffen zwischen ästhetischer und praktischer Notwendigkeit, wenn Iskender Yediler behauptet, er sei auf seine aufblasbaren Skulpturen schlicht deshalb verfallen, weil er nicht genügend Lagerraum zur Verfügung hatte?

Wie dem auch sei, mehr als ein Jahrzehnt lang liegt dieser Initiationsmoment zurück, dessen Ergebnis in der zeitgenössischen Skulpturenlandschaft seinesgleichen sucht. Raumfüllende, dabei perfekt gearbeitete Plastikpalmen oder knallbunte Monsterviren tun sich vor dem Betrachter auf, als hätte die Gummiindustrie dies professionell gefertigt. Doch anders als bei Luftmatratzen ist der Nutzwert fraglich, ja zweifelhaft. Mitunter liefert der (gebürtige) tartarische Türke mit bayerischem Akzent auch augenzwinkernde Verweise auf die Pop-Art, indem er solche Luftobjekte ganz aus Supermarkt-Tüten fertigt. Es ist ein eulenspiegelhafter Humor, der in diesen Arbeiten zum Ausdruck kommt, der nicht von ungefähr an die spezifische Ironie Martin Kippenbergers und seines Kreises erinnert. Denn in diesem Umfeld bewegte sich Yediler während langer Jahre in Köln, inzwischen lebt allerdings seit geraumer Zeit in Berlin. Sein berühmter Künstlerkollege Jeff Wall sieht ihn ganz deutlich in „dieser Tradition der spielerischen Übertreibung“. Doch fehlt Yedilers luftleichten Skulpturen die bisweilen bissige Häme Kippenbergers, seine Objekte besitzen vielmehr eine geradezu menschliche Komik, insbesondere dadurch, wie sie sich in regelmäßigen Abständen durch Fön oder Staubsauger selbst aufblasen: Momente des Staunens und des Innehaltens angesichts einer Kunst, die sich das Kindliche bewahrt hat und auch im besten Sinne kindertauglich ist, da auch sie ein ganz urtümliches Verständnis für Yedilers Skulpturenspiele besitzen.

Ähnlich äußert sich auch der Autor Christian Kracht zu Yedilers künstlerischer Physiognomie: „Geschult an Beuys (der nach seinem Flugzeugabsturz auf der Krim durch Tartaren gerettet wurde, indem sie ihn in Fett und Filz einwickelten) und im weiteren Sinne auch an Kippenberger, ist Yediler nicht zuletzt ein grosser Humorist, ein Ausgewanderter, ein Nomade, ein Nichtsesshafter, ein Wanderer zwischen den Welten.“

In seiner Ausstellung amschatzhaus wird er neben aufblasbaren Skulpturen, eine „Allmüll“-Skulptur und Metallreliefs zeigen.
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