JULIA LOHMANN

[templatic_columns layout=“one_third“ title=“Biographie“]SAMSUNG CSC
Foto: Julia Lohmann

Kurzbiografie
1951 geboren in Dorsten
1971-1978 Studium an der Staatlichen Kunstakademie Duüsseldorf bei Joseph Beuys und Erwin Heerich
1984 Mitgruünderin des Paul Pozozza Museum
1995 Mitgruünderin des Pozzo Pozozza Berlin Kreuzberg
2002 – 2018 Gastprofessorin an der Academy of Fine Arts TAFA Tianjin
Stipendien
2005 CAMAC Marnay/s/Seine Frankreich
2006 Citeé internationale des Arts Paris
2014 Stiftung Rheinland-Pfalz fuür Kultur Kuünstlerhaus Edenkoben
Einzelausstellungen (Auswahl seit 2010)
2010 BIS Julia Lohmann & Vincent Barreé, Galerie Bernard Jordan Paris
2011 One artist – Galerie Grashey, Art Karlsruhe und BIS Julia Lohmann & Vincent Barreé, Galerie Grray Düsseldorf
2013 Les Bruyeères Nizza
2014 Julia Lohmann, Galerie Grashey Konstanz
2015 Rote Kammern, LVR-LandesMuseum Bonn
2015 Drehen und Wenden Galerie der Buchhandlung Büttger Bonn
2017 Hanauer Kulturverein
Gruppenausstellungen (Auswahl seit 2010)
2010 Gabriele Muünter Preis, Martin Gropius Bau Berlin/Frauenmuseum Bonn
2011 Cityscale (mit Carlotta Brunetti), Städtische Kunsthalle Lothringer13 München
2012 Sehir OÖlcegi – Cityscale, Siemens Kültur Sanat Istanbul
2013 La qualiteé de l’ombre 3×3 Kuünstler Europas_European artists, Ludwig Museum fuür internationale Kunst Koblenz
2014 Accrochage Galerie Christine Holz Duüsseldorf
2015 Bewildered, Staüdtische Galerie Villa Streccius Landau
2016 SECHS, Galerie Hoülz Duüsseldorf
2017 EINS aus ZWEI Farbe als Farbe, Dr. Carl Doürken Galerie Herdeke;
Materiallismus, Schloß Reuschenberg Neuss
2018 OBraz-Objekt, Galerie 72 Museum Chelm Polen;
Die Sprache des Materials, Kunsthalle Viersen
Monografien (Auswahl seit 2000)
2002 Studio. Welt, Museum, Friedhof, Zeit, Essay von Anette Kruszynski, Hg. Richter Verlag
Duüsseldorf, Museum am Ostwall Dortmund
2005 Julia Lohmann. S’approcher du réel, Semaine No 75, 4 3 05, Essay von Marie Luise Syring
2006 Chinesische Spatzen, Essay von Volkmar Essers, Hg. Halle 6 Galerie Hoülz Düsseldorf
Ausstellungskataloge (Auswahl seit 2000)
2000 Das fuünfte Element – Geld oder Kunst. Ein fabelhaftes Lexikon zu einer verlorenen
Enzyklopaüdie, Hg. Juürgen Harten
2005 Mixed Media Painting, 2004, Hg. Duo Yun Xuan-sh.cn, Tianjin Publishing House, Art Press, Paris Nov 2005
2006 Crossroads, Hg. TAFA Tianjin Academy of Fine Arts Exhibition Hall
2007 Der große Pan ist tot – Pan und das arkadische Personal, Benrather Schriften Bd. 4, Essay von Marie Luise Syring, Hg. Stiftung Schloss und Park Benrath Düsseldorf
weitere Informationen unter www.julialohmann.com

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Werke


Ausstellung Frühjahr 2019: auch Wasser
Für die erste Ausstellung des neuen Jahres in der Galerie amschatzhaus hat die Düsseldorfer Künstlerin Julia Lohmann unter dem Titel „auch Wasser“ ein aufregendes Spektrum ihres Werkes zusammengestellt. Neu entstandene Zeichnungen zu Gedichten des Berliner Lyrikers Tom Schulz stehen Seite an Seite mit raumgreifenden Skulpturen aus Aluminium und Objekte aus dem Werkstoff Celan, zarten asiatischen Papierrollen, großformatigen Leinwänden und einer bewegten Rauminstallation.
„Das Gedicht ‚Auf der Sommerseite‘, das Tom Schulz während eines Mexikoauf-enthaltes schrieb, hat bei mir in der Vorstellung viele und auch sehr unterschiedliche Bilder ausgelöst. Irgendwann habe ich begonnen, eine ‚Auswahl‘ zu treffen, die eindringlichsten waren die Worte ‚Licht und Feuer‘ oder ‚Mexiko‘ und ‚Gewalt‘ und ‚Gold‘, oder auch ‚Fass ohne Boden‘ oder ‚Fraßbild‘. Die Heterogenität, die ich in dem Gedicht finde, zeigt sich auch in meinen Zeichnungen“, so beschreibt Julia Lohmann ihre künstlerische Auseinandersetzung mit dem lyrischen Vorbild.

Die Arbeit der mit diversen Stipendien und Preisen bedachten Künstlerin ist geprägt von der Antriebskraft einer Weltreisenden, inhaltlich ist Lohmanns Werk besonders beeinflusst durch die Vielfalt Chinas, wo sie seit 2002 als Gastprofessorin an der Academy of Fine Arts TAFA Tianjin unterrichtet. Lohmann, die bei Josef Beuys und Erwin Heerich studierte, entwickelte seit vielen Jahren ein charakteristisches Werk, das malerische, skulpturale und installative Ansätze zu einer ihr eigenen Raumlandschaft zusammenbringt. Ihre dreidimensionalen Arbeiten, vielschichtige Malereien auf Aluminiumblechen, sind Abstraktionen der Natur mit parallelen Bezügen zur Welt, der Gesellschaft und den Bedingungen, die diese Lebensräume aneinander stellen. Ferne Orte, andere Kulturen und die damit verbundene Transformation in ihre künstlerische Arbeit, haben eine Intensität, die seinesgleichen sucht.
Julia Lohmann zeigt in der aktuelle Ausstellung der Galerie amschatzhaus einen Einblick in ihren Umgang mit „Farbe als Material“. Für den Auftrag auf die Aluobjekte werden vorwiegend Pigmente, Erden, Chemikalien als Leimfarben oder Temperafarben angerührt, je nach Träger auch Ölfarbe, Lacke oder kristallbildende Chemikalien. „In den abstrakten Bildern im Raum der Galerie sind die Farben an Gesehenes in meiner Umgebung angelehnt, einmal als fallende Blüten im Frühjahr, ein anderes Mal als Feuer oder als das besondere Licht im Spätsommer. Mittels Hitze und Spachtel wurden Teilbereiche abgeschabt, damit der silbrige Untergrund des Aluminiums wieder auftaucht und wie eine Landschaft wirkt“, beschreibt Lohmann ihre Technik. Immer ist es ihr ein besonderes Anliegen, von der Fläche in den Raum zu gelangen. Ausdruck dessen sind auch die gezeigten Celanobjekte, die „die Anmutung der Erdkrümmung von Ferne gesehen“ darstellen. In der stählernen Rauminstallation „Tor 6“ rotieren Fahnen aus Papier und Nessel und setzen Zeichnungen aus farbiger Tusche in abwechslungsreiche Perspektiven. Abgerundet wird das Werk durch die „ Rollenbilder“, die mit virtuosen Pinselzeichnungen versuchen, „Geometrie“ und Struktur von Faltungsvorgängen der Gebirgslandschaften in der mongolischen Wüste Gobi nachzuvollziehen. Eine Ausstellung also, die den Betrachter in die Weite der Welt entführt, in Landschaften, die Perspektiven verändern.