LINA EHRENTRAUT

[templatic_columns layout=“one_third“ title=“Biographie“]poolpaat KLEIN
Foto: Lina Ehrentraut

Kurzbiografie
Lina Ehrentraut, geboren 1993 in Neuss, studiert seit 2013
Buchkunst/Grafik-Design an der Hochschule für Grafik und Buchkunst
Leipzig. Seit 2015 ist sie in der Illustrationsklasse bei Thomas Müller
und und arbeitet mit zwei Freund*innen im „Squash“-Team. Als Kollektiv
gestalten sie Zines und Ausstellungen.

Ausstellungen
2019 e.o.plauen Förderpreis 2019, Plauen (E)
2017 und 2018 Düsseldorfer Büdchentag 2 & 3 Rooooom Galerie, Düsseldorf (G)
2016 69 Kunstjahresausstellung des Kulturforum Alte Post Neuss, Neuss (G)
2016 Projektwohnung Krudebude, Leipzig (E)
2016 Der Wettbewerb Illusttra. Nachtstücke 2016 vom Goethe Institut und Childrens Book Fair Bologna, Bologna (G)
2015 meins Leipzig, Leipzig (E)

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Werke


Ausstellung Sommer 2019: love, hate, desire.
Vernissage am 4. Mai 2019 um 16.30h
In der kommenden Ausstellung der Galerie amschatzhaus zeigt die Neusser Wahl-Leipzigerin Lina Ehrentraut unter dem Titel „love, hate, desire.“ ein ungewöhnliches Spektrum bildnerischen Schaffens. Schon im Alter von zwölf Jahren zeichnete sie comicartige Welten und entwickelte ihre genuinen Stoffe und Stile aus der Do-it-yourself-Öffentlichkeit heraus. Schnell entstand dabei eine eigene Kommunikationsform, die, in Farbe oder Schwarzweiß gehalten, die traditionelle Ästhetik des Comics verlässt, indem sie ganze Bildergeschichten in einem einzigen Motiv zusammenfasst und dabei nicht einmal einer Sprechblase bedarf.

„Ich liebe es zu beobachten und zu zeichnen. Ich male Menschen, denn sie sind liebevoll, kritisch und irgendwo zwischen schön und hässlich und dadurch für mich so interessant. Mir geht es immer wieder um das Gefühl und die Stimmung in einer Stadt und um die Leute, die sich in ihr bewegen. Oft beschreibe ich den eigenen Kosmos um mich herum, wie ich mich fühle, auch in der Rolle der Frau“, so beschreibt Lina Ehrentraut die thematische Auseinandersetzung mit ihren Arbeiten. Ehrentrauts Bilder sind farbstark und plakativ. Es geht um Liebe, Freundschaft, Einsamkeit und Weiblichkeit. Analytisch komprimiert sie ganze Leben und Lebenshaltungen, mal als Gemälde, mal in Form eines Comics. Kontrastreich in Schwarzweiß sitzt „Mr. Lucky Bag“ mit leeren Augen neben einem flackerndem Sperrbildschirm oder trinken Teenies mit tränenden Augen bei sengender Hitze Cocktails. Hübsche Frauen essen Schnecken aus einem üppigen Phantasiebuffet oder junge Mädels begutachten ihren Körper gemeinsam vor dem Spiegel, bevor sie „auf die Rolle gehen“. Der unmittelbare Alltag wird in Ehrentrauts Bildern lebendig. Doch ebenso begleiten Sterne und Weltall ihre künstlerische Welt, Feuer und Wasser genauso wie Blitz und Donner oder Rauch und Qualm.

Lina Ehrentraut, gebürtige Neusserin, die ihr Grafik-Studium in Leipzig im nächsten Jahr beenden wird, zeigt in der aktuellen Ausstellung der Galerie amschatzhaus eine Zusammen-stellung aus schwarzweißen Comic-Arbeiten und bunten Gemälden. Vielleicht ist es der „ganz normale” Tagesablauf einer Krankenpflegerin, in dem eine Muschel symbolisch als Ort der Erholung dient. Oder der Betrachter wird dazu eingeladen, das „warm-up ritual of an artist who is preparing to pump out masterpieces“zu begleiten. Lina Ehrentraut überrascht uns immer wieder mit ihrer detailreichen Sichtweise einfachster Tagesabläufe. Der „Gut&Günstig-Gouda“ liegt neben dem Wurstbrot und die „Tomy-Delikatess-Mayonnaise“ in Griffbereitschaft, jede WhatsApp kann mitgelesen werden und der Facebook-Chat wird gnadenlos offen gelegt.

Ehrentraut zeigt das große Ganze, hat keine Scheu vor Haaren an den Beinen und Falten um die Augen. Geradezu schonungslos legt sie die Seelen ihrer Protagonisten frei und zeigt eine Welt mit Toleranzen auf diversen Ebenen. Immer auch gleichzeitig mit einer ihr eigenen Gelassenheit im Zeichenstil, der locker daherkommt, es an Präzision aber niemals fehlen lässt. Lina Ehrentraut schafft es immer wieder, mit ihren surrealen Welten Ruhepole zu schaffen, Oasen, die den Stress des Alltags auffangen und Ideen geben, wie das Leben in der Wirklichkeit zu meistern wäre. Kurz: Mit Lina Ehrentraut kommt das unmittelbare Leben in die Galerie amschatzhaus und wartet auf einen Platz im Wohnzimmer des Betrachters.